Alexander der Große (Beck Wissen) by Hans-Joachim Gehrke

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Für Alexander indessen war Weltherrschaft ein ganz konkretes Ziel. Womöglich war es bereits während der Ubergangsriten des Frühjahrs 334 in seinem Kopf. Aber durch die Erfolge und mit wachsender Kenntnis der anderen Traditionen mußte es zunehmend von einer grundsätzlichen Idee zu einem realen und realisierbaren Programm werden. Babylon war ein wichtiger Schritt auf diesem Wege. Immer mehr war Alexander in die Herrschervorstellungen des Orients eingetaucht, immer mehr hatte er wie ein orientalischer Herrscher agiert und dies alles ganz ernst genommen.

Der Text der Weihung lautete: „Alexander, der Sohn Philipps, und die Griechen, außer den Lakedaimoniern, von den in Asien wohnenden Barbaren“. Ganz wie in den Riten beim Übergang stehen sich Hellenen und Barbaren gegenüber. Alexander (ohne Königstitel) ist schlicht der Hegemon der Griechen – und die Spartaner, die nicht am Korinthischen Bund beteiligt waren, erhalten einen entehrenden Seitenhieb. Die Realität hatte zwar etwas anders ausgesehen – aber die Präsentation des Sieges als große Leistung für die hellenische Sache sollte bei den Griechen Eindruck machen, ganz im Sinne der offiziellen Zielsetzung des Krieges.

Wenn diese Deutung richtig ist, dann stand die Vorstellung von der Weltherrschaft bereits zu diesem Zeitpunkt für Alexander fest. 50 Der Zug nach Siwa wurde in der Präsentation für die griechische Welt von vornherein mit Elementen des Wunderbaren und Phantastischen umgeben. Orakel in Kleinasien hatten angeblich schon vorher auf ihn hingewiesen. Der Historiker Kallisthenes beschrieb die Schwierigkeiten und Mirakel mit allen ihm zu Gebote stehenden rhetorischen Mitteln. Bald konnte das Thema sich zum literarischen Motiv verselbständigen: Besonders über die Modalitäten der Zeugung Alexanders, also der Verbindung des Gottes mit seiner Mutter, kursierten zahlreiche Geschichten.

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